Herzlich Willkommen!


Wir begrüßen Sie auf der Homepage der Evangelischen Michaelkirchengemeinde Spremberg!
Auf den folgenden Seiten finden Sie alle Informationen über die St. Michaelkirche und das vielfältige Gemeindeleben. Wir bieten Ihnen einen Einblick in das vielfältige Gemeindeleben und einen Überblick
über Gottesdienste, Gruppen und Kreise sowie Veranstaltungen.
Wir laden Sie ein, unsere vielseitigen Angebote wahrzunehmen. 

Wir wünschen beim Durchstöbern der Homepage viel Spaß!

Jahreslosung 2021:


Informationen zu aktuellen Einschränkungen aufgrund des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“
(2. Timotheus 1,7)

Es finden zurzeit nur Kurzgottesdienste in unserer Kirche statt. Die Kirche ist zu den geplanten Gottesdienstzeiten zur Andacht, Besinnlichkeit und zum Krafttanken geöffnet. Alle anderen Gemeindeveranstaltungen entfallen aufgrund der aktuellen Verordnungen bis auf Weiteres. Das Gemeindebüro ist zu den bekannten Zeiten geöffnet. Es kann aber zu kurzfristigen Änderungen kommen; bitte beachten Sie dafür den entsprechenden Aushang.

Unser neues Pfarr-Team hat sich mit einem Podcast eine Möglichkeit einfallen lassen, Ihnen auf digitalem Weg einige Gedanken mitteilen zu können. Des Weiteren finden sich im Podcast auch die Predigten der vergangenen Gottesdienste (Link zum Podcast). Außerdem gibt es jetzt auch einen Youtube-Kanal “Gott in Grodk” (Link).

Auf dem Youtube-Kanal “Lausitzklänge” (Link) wird jede Woche u.a. ein Video “Musik zur Tageslosung” hochgeladen: 10-15 min Musik, welches das Thema von der Tageslosung und dem Lehrtext musikalisch aufgreifen.

Für alle Fragen, Anregungen und Anmerkungen steht Ihnen unser Gemeindekirchenrat zur Verfügung, per E-Mail unter michaelkirche.spremberg@freenet.de und telefonisch unter 03563/96521 (Uwe Krätzschmar).

Aktuelles

Angedacht – aus den Kirchlichen Nachrichten Spremberg Dezember 2020 / Januar 2021

Jesu Familie? Schwer zu durchschauen!
Maria, so viel scheint klar, ist die Mutter, denn sie war mit Jesus schwanger und hat ihn geboren. Josef ist der Verlobte von Maria. Josef kümmerte sich – wie man auf dem Bild sieht – hingebungsvoll um das kleine Jesusbaby, während Maria im Wochenbett die Torah studiert.
Also ist Josef der Vater, oder? Zumindest nicht der biologische Vater, denn wir können im Lukasevangelium die private Unterhaltung zwischen Maria und dem Engel Gabriel nachlesen.
Als dieser Maria ihre Schwangerschaft mitteilt, wendet sie ein: „Wie soll das gehen? Ich hatte doch mit keinem Mann Sex!“ Daraufhin bringt der Engel Gott und ihre Heilige Geistkraft ins Spiel: „Die heilige Geistkraft wird auf dich herabkommen und die Kraft des Höchsten wird dich in ihren Schatten hüllen. Deswegen wird das Heilige, das geboren wird, Kind Gottes genannt werden.“ (Lk 1,35)
Ich versuche diese schrecklich heilige Familie mal zu ordnen.
Maria: die biologische Mutter und in Gottes Pläne eingeweiht.
Josef: kein biologischer Vater, aber der soziale Vater, der sich um das Kind kümmert.
Die heilige Geistkraft: wesentlich an der Zeugung beteiligt.
Gott: der dritte Elternteil, dessen Elternschaft zeitlebens angezweifelt wird.
Jesus: wunderbarer Mensch und Gotteskind, das von dieser Heiligen Patchwork-Familie behütet heranwächst.
Weihnachten – das Fest der Familie.
Ich schaue auf diese Heilige Familie und denke: Familie? Das geht doch nur in der Mehrzahl!
Genauso wie die Heilige Familie einmalig und besonders ist, so ist jede Familie einmalig und besonders.
Familie ist da, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen.
Wo Menschen alleine oder zu mehreren erziehen – lesbisch, schwul, bi oder hetero. Wo ein, zwei, viele Elternteile präsent sind. Wo Menschen trans oder cis sind. Wo Menschen ihre Eltern pflegen oder mit ihrer Wahlfamilie Karten spielen. Wo Menschen Weihnachten nicht allein feiern oder gerade an diesem Tag für sich sein wollen.
„Alle Dinge sind möglich bei Gott.“ (Lk 1,37)
Jesus kommt. Zu uns. So wie wir sind und werden.
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Advent und ein behütetes Weihnachtsfest mit Ihrer einmaligen, besonderen und gesegneten Familie!

Pfarrer Lukas Pellio


Angedacht – aus den Kirchlichen Nachrichten Spremberg Dezember 2020 / Januar 2021

Jesus Christus spricht: “Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!” (Lukas 3,36)

Die Auftragsbücher sind voll

In Zeiten von Corona müssen wir damit leben, dass nicht alles möglich ist.
Vor allem Künstler, Gaststätten und noch viele andere haben Wochen erlebt, mit wenigen bis gar keinen Aufträgen.
Wir Christen hingegen haben volle Auftragsbücher.
Im letzten Jahr sagte der Gesundheitsminister Jens Spahn: „Wir werden in ein paar Monaten wahrscheinlich viel einander verzeihen müssen.“ – Na, wenn das nicht unsere Kernkompetenz, unser Hauptgeschäft ist.
Vergebung, die Fähigkeit, die Schuld des anderen nicht länger festzuhalten. Keine Vergeltung zu fordern, giftige Gedanken loszuwerden. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, das ist je nach Schuld nicht einfach. Und doch ist es
eine Kernaufgabe. Vergeben, weil uns vergeben wurde, für unsere eigene Freiheit und Gesundheit.

Jesus Christus spricht: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ (Lukas 6,36)

Die Jahreslosung für dieses Jahr erinnert uns an eine weitere Fähigkeit, die wir in diesem Jahr besonders brauchen werden: Barmherzigkeit, die Fähigkeit, mir das Leid oder die Situation des anderen nahe gehen zu lassen. Die Not des anderen auf den eigenen Magen schlagen zu lassen. Was das heißt und wie das geht, hat uns Jesus vorgemacht. Gerade im Umgang mit den Schwächsten und Ärmsten, in der Begegnung mit den Kranken, Einsamen hat Jesus zugehört und je nach Möglichkeit und Notwendigkeit geholfen. Dem reichen Jüngling hilft Jesus mit einer herausfordernden Frage, den Pharisäern hilft Jesus, indem er sie kritisch hinterfragt und dem Verbrecher am Kreuz hilft er mit der Hoffnung auf unverdiente Erlösung.

Wir werden in diesem Jahr viel Barmherzigkeit brauchen. Bei Entscheidungen, die über unsere Köpfe hinweg getroffen werden und die unseren Alltag stark verändern und einschränken. Dort, wo Konflikte nur noch per E-Mail und Textnachrichten ausgehandelt werden. Da, wo der klärende Blick des anderen fehlt und die Not des anderen manchmal einfach übersehen wird.
Bei alle dem dürfen wir mit der Barmherzigkeit Gottes rechnen, der sieht, der hört und versteht. Da brauchen wir Barmherzigkeit untereinander, die den anderen sehen will, verstehen will und helfen will, weil die Not des anderen auf meinen Magen schlägt.
In den Familien, zwischen den Gemeinden, in unserer Stadt.
Unsere Auftragsbücher sind voll.
Jesus Christus spricht: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ (Lukas 6,36)

Prediger Andreas Heydrich